V letech 1965 až 1970 byl vybudován nový moderní závod, který výrobě
slouží dodnes.
Das Ende und der Neuanfang
Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs zogen dunkle Wolken über den Fabriken von Thonet-Mundus auf. Im September 1939 setzte der nationalsozialistische Oberlandrat in Kremsier (Kroměříž) Franz Schieferdecker als offiziellen NS-Treuhänder für das Werk in Bystřice ein. Die Produktion in den tschechoslowakischen Werken von Thonet-Mundus war bereits vor dem Krieg eingeschränkt worden; während der Kriegsjahre mussten die verbliebenen Standorte ihre Fertigung auf die Rüstungswirtschaft umstellen. So produzierte das Werk in Koryčany Holztragflächen für das Schulflugzeug Arado, während andere Fabriken – darunter Bystřice pod Hostýnem – Munitionskisten und Gewehrkolben herstellten. Im deutschen Frankenberg fertigte das Thonet-Mundus-Werk Liegebetten für Lazarette.
Der zweite große Krieg des Jahrhunderts brachte dem Unternehmen noch schwerere Erschütterungen als der erste. Luftangriffe verursachten an einigen Standorten schwere Schäden, und der Fabrikkomplex in Frankenberg wurde gegen Ende des Krieges vollständig zerstört.
Nach Kriegsende wurde im Jahr 1945 das Eigentum der Familie Thonet auf
Grundlage der sogenannten Beneš-Dekrete beschlagnahmt und verstaatlicht. Davon
betroffen waren die Fabriken in Bystřice pod Hostýnem, Halenkov und Koryčany,
die großen Landsitze in Vsetín und Velké Uherce sowie die Kaufhäuser in Prag
und Brünn. Thonet wurde in einen Nationalbetrieb umgewandelt und 1953 in
Továrny ohýbaného nábytku [Bugholzmöbel-Fabriken] umbenannt – heute
weltweit bekannt unter dem Akronym TON. Die verschiedenen
Thonet-Betriebsstätten wurden gemäß den neuen sozialistischen Vorstellungen
der Produktionsorganisation neu strukturiert und unterteilt.
Trotz dieser tiefgreifenden Reorganisation hielt das Werk in Bystřice an der
Produktion klassischer Thonet-Möbel fest. Unter der Leitung von Architekten wie
Antonín Šuman, Radomír Hofman, Josef Macek und anderen entstanden zudem neue
Entwürfe. Einige dieser Designs erlangten sowohl im Inland als auch auf
internationaler Bühne hohe Anerkennung und wurden mit Preisen ausgezeichnet.
Entwurf eines Stuhls vom Architekten Plhoň, eingereicht für einen Wettbewerb
im Jahr 1957.
Zusammenarbeit mit Architekten
Innerhalb der Möbelindustrie nahm TON eine Sonderstellung ein und verfügte
sogar über ein eigenes Designstudio, das bereits in den 1950er Jahren begann,
moderne Stuhlentwürfe zu entwickeln. Anfangs spiegelten diese den sogenannten
„Brüsseler Stil“ wider – die tschechoslowakische Bezeichnung für eine
Designströmung, die nach der erfolgreichen Teilnahme des Landes an der
Weltausstellung 1958 in Brüssel (Expo 58) populär wurde. In den 1970er Jahren
wandelte sich die Ästhetik hin zu schlichteren und monumentaler unterstrichenen
Formen, darunter Entwürfe von Radomír Hofman und Antonín Šuman.
Interview mit Marie, Petr und Josef Černoch
Wir haben die Familie Černoch in ihrem Zuhause in Všechovice besucht und über ihre Erfahrungen in den verschiedenen TON-Werken gesprochen – und darüber, wie diese Arbeit die Geschichte ihrer Familie geprägt hat. Die Familie Černoch ist untrennbar mit dem kleinen Dorf Všechovice verbunden, das übrigens auch der Geburtsort des funktionalistischen Architekten Bohuslav Fuchs ist.